Wertschätzung leben – Menschen stärken
Wertschätzung

datum

Autor: Mitzi Engelbutzeder

Wertschätzung leben – Menschen stärken

Fehlende Anerkennung ist ein Thema, das mir durch meine Gespräche mit Klient*innen in der Praxis und bei Workshops wohl bekannt ist. Beleidigungen und Bloßstellungen sind für manch leidvolle Erfahrung und Kränkung verantwortlich. Um ein gesundes Selbstwertgefühl zu entwickeln und aufrechtzuerhalten, ist ein wertschätzendes Klima notwendig. Die Sehnsucht nach Wertschätzung ist ein Grundbedürfnis und wächst! Dem Wunsch nach einem wertschätzenden Miteinander (am Arbeitsplatz, in Familie, Freundeskreis, Club, Verein… ), das ich in der Gesellschaft wahrnehme, komme ich in meinem Workshop „Wertschätzung leben – Menschen stärken“ nach.

Wollen wir Aufmerksamkeit, Achtsamkeit, Achtung und Anerkennung in unser Leben integrieren, brauchen wir eine wertschätzende Grundhaltung. Praktisch wäre es, wenn sich diese anhand einer Anleitung einfach antrainieren ließe, aber weit gefehlt. Vielmehr dürfen wie an unseren Einstellungen, Charakter-Eigenschaften und Reaktionsweisen arbeiten, um anderen die Wertschätzung entgegenzubringen, die sie verdienen.

Wie wärs mit Aufgeschlossenheit?

Offenheit gegenüber anderen Menschen setzt einen wachen Geist, eine Interessiertheit und eine Vorurteilsfreiheit meinen Mitmenschen gegenüber voraus. Meine Bereitschaft, mich auf eine Kommunikation mit Menschen einzulassen, die anders denken und handeln als ich. Ohne abzuwerten und ohne zu blockieren, ein Austausch auf Augenhöhe eben. Ist dir schon mal aufgefallen, dass wir im Streit meistens nur darauf warten, bis wir wieder am Wort sind? Und so die Wünsche und Bedürfnisse unseres Gegenübers gar nicht wahrnehmen? Sondern einfach nur abwarten, bis wir selber unseren Standpunkt erneut loswerden dürfen? (Ja, aber… . Luft holen. Ja, aber… . Luft holen, der andere. Ja, aber… .)

Oft verstellen die eigenen Vorstellungen eine klare Sicht auf die Dinge. Wissbegierig auf andere zugehen, ein offenes Ohr haben, Zeit und Aufmerksamkeit schenken, Gefühle und Gedanken des anderen ernstnehmen, das setzt persönliche Stärke und eine fundierte eigene Wertewelt voraus. „Tolerant sein kann, wer sich sicher fühlt. Sicher seiner selbst (…).“ (Else Pannek)

Kommuniziere wertschätzend!

Es ist wunderbar, gute Leistungen, positive Entwicklungen zu loben, aber es muss auch Platz für konstruktive Kritik bleiben dürfen. Feedback-Kompetenz ist das Stichwort! Wertschätzende Kritik unterscheidet sich von jener, die kränkend ist. Sie soll als motivierend verstanden werden, nicht als abwertend. Eine wohlmeinende Hilfestellung ist ein Ausdruck der Wertschätzung für den*die andere*n. Er/Sie ist mir eben nicht egal, ich möchte ihn*sie fördern und fordern. Wie können die Stärken betont werden? Wie gehe ich in Zukunft mit Schwächen um? Wie kann ich aktiv Zukunft im Unternehmen gestalten? „Weniger werten und mehr wertschätzen führt zum Mehrwert für alle.“ (Peter F. Keller)

Versuchs mal mit Gelassenheit!

Gelassenheit dient der Eigenstärkung und dem Selbstschutz. Nur wer sich aus dem ständigen Vergleichskampf mit anderen herausnimmt, wer sich selbst genügt und der Gier nach Überlegenheit und Macht widerstehen kann, duldet auch andere Gött*innen neben sich. „Man muss erst lassen können, um gelassen zu sein.“ (Meister Eckhart)

Literaturtipp: Haller, Reinhard (42019): Das Wunder der Wertschätzung. Wie wir andere stark machen und dabei selber stärker werden. Gräfe und Unzer (München).

Mehr
Artikel

Unterschiedliche schwierige Aufgabenstellungen, echte Herausforderungen im Beruf und auch privat, ob als Mitarbeiter*in, Führungskraft, Top-Management oder einfach auch als Mensch, der ich bin, sind mit einer individuellen Dosis Hausverstand (oder auch Gemeinsinn, „Common Sense“) sehr oft ganz einfach zu lösen! Wie hoch sollte diese Dosis denn sein?

Der gesunde Menschenverstand ist „nichts anderes als der durchschnittliche Verstand eines gesunden Menschen“. Das sagt auch schon Immanuel Kant. Sehr oft ist es genau die Flughöhe die unterschiedliche Menschentypen gemeinsam haben – eine Ebene, auf der wir GEMEINSAME Lösungskompetenz beweisen. Die Ebene, die uns verbindet. 

Abgeleitet von einer Mission und Vision wird die Zukunft gestaltet. Dabei ist der motivierte Blick in die Zukunft ebenso wichtig wie der in die Vergangenheit. Die Geschehnisse aus der Vergangenheit zu optimieren und Szenarien der Zukunft innovativ in die Gegenwart zu transferieren ist dabei die wahre Disziplin.

Resilienz oder psychische Widerstandsfähigkeit ist die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und sie durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen. Mit Resilienz verwandt sind Entstehung von Gesundheit, Widerstandsfähigkeit, Bewältigungsstrategie und Selbsterhaltung.

Zufriedene Mitarbeiter*innen jeglichen Alters sorgen für ein gesundes Arbeits- und Betriebsklima in Ihrem Unternehmen. Kooperation und Zusammenarbeit, Kommunikations- und Konfliktkultur, Respekt und Akzeptanz entstehen, wenn Boomer und Generation X, Y und Z um die Lebensstile, Führungsstile, Werte und Bedürfnisse der jeweils anderen Bescheid wissen.

Ein konstruktives Analysieren von Fehleinschätzungen oder Fehlentscheidungen ist eine effektive Maßnahme, um den wirtschaftlichen Erfolg Ihres Unternehmens zu sichern. Wenn offen und konstruktiv über Fehler gesprochen wird, dürfen Führungskräfte und Mitarbeiter*innen lernen, besser und effizienter zu arbeiten.

Um ein gesundes Selbstwertgefühl zu entwickeln und aufrechtzuerhalten, ist ein wertschätzendes Klima notwendig. Die Sehnsucht nach Wertschätzung ist ein Grundbedürfnis und wächst! Der Wunsch nach einem wertschätzenden Miteinander in Ihrem Unternehmen darf wahr werden.

Alles ist mit allem verbunden, alle sind mit allen verbunden, auch in Ihrem Unternehmen und darüber hinaus. Leisten Sie in und mit Ihrer Organisation einen Beitrag zum größeren Ganzen, über Grenzen hinweg, um Zukunft aktiv mit zu gestalten.